Burgen und Burgruinen im Lavanttal

Burgruine Gomarn

Gemeinde: Bad St. Leonhard
Lage: an der Westecke der Stadtmauer auf einem Hügel
gelegen, der steil zur Lavant abfällt
Eigentümer: Stadtgemeinde Bad St. Leonhard
Besichtigung: frei zugänglich
Beschreibung: Ausgedehnte, im wesentlichen spätgotische Anlage mit einem quadratischen Bergfried aus dem 14. Jahrhundert. Die Außenmauer des Palas stammt aus dem 15. Jahrhundert ist teilweise noch bis zu einer Höhe von vier Geschossen vorhanden.

Burgruine Hartneidstein

Gemeinde: Wolfsberg
Lage: am Abhang der Koralpe in 900 m Seehöhe



Beschreibung: Die Burg war im frühen 14. Jh. im Besitz der Weißenegger, ab 1331 im Besitz der Herren von Wallsee. 1363 folgte die Grafen von Cilli; ab 1425 die Bamberger. Der Verfall der Burg begann im 18. Jh.
Von der um 1300 unter Hartneid von Weißenegg errichteten Burg sind noch die Mauern des mächtigen, quadratischen Bergfrieds erhalten. Weitere Ruinenteile gehen auf jüngere Bauten zurück: das gotische Tor im Norden der Anlage, das Torwächterhaus und der Palas aus dem 14. Jh. im Süden der Anlage

Burgruine Painburg

Gemeinde: Bad St. Leonhard
Lage: nördlich von Schloss Lichtengraben im Wald
Besitzer: Privatbesitz


Beschreibung: Ehemalige spätgotische Wasserburg, die nach 1420 entstanden ist und gegen Ende des 15. und zu Anfang des 16. Jahrhunderts bedeutend erweitert wurde. Es sind noch zum Teil dreigeschossige Mauerreste vorhanden.

Burg Rabenstein

Gemeinde: St. Paul im Lavanttal
Lage: auf einem isolierten, schroff abfallenden Felshügel
ca. 300 m über St. Paul
Besitzer: Familie Peter und Maria Handl, Unterhaus 3,
9470 St.Paul, Tel.: 04357 / 2038
Beschreibung: Funde von der Bronzezeit bis ins 17. Jahrhundert weisen auf die lange Besiedelungszeit hin. Der Bau wurde 1091 zum Schutz des Klosters St. Paul als Ramestein errichtet, 1307 zerstört und wieder aufgebaut. Die verschiedenen Besitzer ( Herren von Pfannberg, Herren von Fohnsdorf u.a.) lagen in dauerndem Streit mit dem Kloster. 1461 ging die Burg an Friedrich III., und Seyfried von Dietrichstein ließ sie 1567 zu einem Renaissanceschloss ausbauen. 1629 kaufte Abt Marchstaller den Besitz und ließ die 1240 urkundlich genannte Kapelle barockisieren, die 1632 neu eingeweiht wurde. Aber bereits 1636 wurde der Bau durch einen Brand zerstört.
Erhalten sind Teile des bis zu drei Geschossen hohen „Festen Hauses“ aus der Zeit um 1100 und östlich davon ausgedehnte, stark zerstörte Mauerzüge des 12. und 13. Jahrhunderts.

Burgruine Reichenfels

Gemeinde: Reichenfels
Lage: am Ausgang des Sommerauer Grabens
Besichtigung: jederzeit frei zugänglich


Beschreibung: Reste eines mittelalterlichen Berings und eines älteren Wohnbaus, mit Erweiterungen im 15. und 16. Jh. erkennbar. Nördlich davon befindet sich noch ein spätgotischer Schlossbau der teilweise im Erdgeschoss noch erhalten ist.

Burg Reisberg

Gemeinde: Wolfsberg
Lage: in Reisberg, nordwestlich der Kirche



Beschreibung: Die Burgruine wurde erstmals 1197 urkundlich erwähnt und hatte im Laufe der Zeit mehrmalige Besitzerwechsel. 1480 wurde sie von kaiserlichen Truppen eingenommen und war um 1500 wieder salzburgisch. Seit dem 16. Jh. ist die Burg dem Verfall überlassen. Außer der 3geschossigen Ostmauer des Palas ist fast nichts erhalten geblieben.

Burg Stein

Gemeinde: St. Georgen
Lage: 717 Meter Seehöhe.
Besichtigung: In privat Besitz. Besichtigung nur gegen Voranmeldung


Beschreibung: 1214 erstmals urkundlich im Erzbistum Salzburg genannt. Nach mehreren Zerstörungen 1493 durch den Bischof Leonhard von Keutschach wiederinstandgesetzt. 1795 erwarb Kaspar Wölbitsch die Burg. Seit 1979 befindet sich die Burg im Privatbesitz der Familie Knauder.

Burgerhaltungsverein Stein
Steinbergerstraße 52
A- 9423 St. Georgen

Burgruine Twimberg

Gemeinde: Bad St. Leonhard
Lage: erhöht über der Talmündung des Waldensteiner
Grabens in das Lavanttal
Besitzer und Verwendung: Privatbesitz
 

Beschreibung: Um 931 königliche Schenkung von Burg und umliegendem Gebiet an das Erzbistum Salzburg, das urkundlich 1245 erwähnt wird. Zwischen 1326 und 1329 verkauft der Lehensnehmer Hartneid von Weissenegg die Burg an Bischof Dietrich von Lavant. Unter diesem erfolgt ein großzügiger Umbau mit Errichtung des Bergfrieds und Neuanlage des Berings. Zwischen 1468 und 1482 Errichtung der Vorburg mit neuer Toranlage und Zwinger sowie des Osttraktes und des Küchenbaus. Bis zum 19. Jahrhundert im Besitz der Lavanter Bischöfe, war die Burg von 1481 bis 1490 von den Ungarn besetzt. 1569 wurde die zum Teil verfallene Burg wieder erneuert. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts setzte der endgültige Verfall ein.
Es handelt sich um eine große, annähernd quadratische Anlage aus dem 14. bis 16. Jahrhundert; die Hochburg stammt im Kern aus der erste Hälfte des 12. Jahrhunderts; Reste des mächtigen Bergfrieds aus dem 13. Jahrhundert sind noch vorhanden, ebenso Teile eines im Süden gelegenen Vorwerks aus dem 14. Jahrhundert.

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