
Das Museum im LavanthausKontakt"Museum im Lavanthaus" St. Michaeler Straße 2 9400 Wolfsberg Telefon: 04352 / 537-333 Mail: museum (at) wolfsberg.at.Öffnungszeiten:25. November bis 18. Dezember 2009 Mittwochs bis Samstags: 10 bis 17 Uhr 19. Dezember bis 18. April 2010 Mittwochs und Donnerstags: 10 bis 16 Uhr Freitags: 10 bis 13 Uhr Feiertags geschlossen 19. April bis 31. Oktober 2010 Dienstags bis Sonntags: 10 bis 17 UhrEintritspreise: Erwachsene: 5 Euro; Kinder (6-14 Jahre): 2 Euro, bis 6 Jahre: Eintritt frei Familien (zwei Erwachsene+Kinder): 10 Euro Ermäßigungen (Pensionisten, Studenten, Zivildiener, Jugendliche, Lehrlinge und behinderte Personen): 4 Euro Gruppen (ab 8 Erwachsene): 4 Euro pro Person; Gruppen (ab 8 Ermäßigte): 3,50 Euro pro Person Schülergruppen: 1,50 Euro pro Schüler Führungen (nach Voranmeldung jederzeit): 1 Euro pro Person GESCHENKTIPP: „Schenken Sie Kultur. Ein ganzes Tal unter dem Christbaum“ lautet eine Weihnachtsaktion des Museum im Lavanthaus: Kauf von 5 Gutscheinen + 1, von 10 Gutscheinen + 2. Erhältlich im Museum, im Kulturreferat im Bamberghaus und bei der Vermittlung im Rathaus. |
Auf dem Weg zu sich selbst … … kann sich der Besucher des neuen Museums im Lavanthaus wähnen. Zumindest, wenn es nach Kulturstadtrat Dr. Peter Zernig geht. Und auch Mag. Igor Pucker als Museumskurator zeigt sich – nicht nur von Pepo Pichlers Installation – begeistert und spricht von einem „Raum-Mensch-Kontinuum“. Und: Jetzt kann man sich die Kultur schenken – zu Weihnachten!Wussten Sie, dass unsere Region vor 300 Millionen Jahren südlich (!) des Äquators lag? Dann waren Sie bestimmt schon im „Museum im Lavanthaus“. Dort kann man nämlich neben vielen anderen interessanten Details rund um unsere Lebenswelt auch das erfahren. „Da kann man schon staunen“, sagt etwa Kulturstadtrat Dr. Peter Zernig: „Es ist eine sehr breite Palette, die hier gezeigt wird. Es ist sehr Gutes gelungen, ein wesentlicher, auch kulturtouristischer Auftritt“, ortet Zernig auch eine Aufwertung des touristischen Programms. Und: „Die Besucher sollen sich vom Wort ,Museum’ nicht abschrecken lassen, es ist eine völlig neue Art der Auseinandersetzung, ein Ort des Diskurses. Man trifft hier Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, letztlich auch sich selbst“, spricht Zernig von einem „Ort der Begegnung“. Ein kleiner Wermutstropfen sei für Zernig, dass das Museum über die Weihnachtsfeiertage nur beschränkte Öffnungszeiten hält. Eines der Highlights im Museum ist die Installation von Künstler Pepo Pichler: „Ich habe das sehr gern gemacht, man hat mir freie Hand gelassen. Die alten Werkstätten, die im alten Heimatmuseum wunderschön eingerichtet waren, wären schwierig zu rekonstruieren gewesen, und das wollte ich auch nicht. Werkzeug hat mich immer fasziniert, und so ich habe es gesammelt und als Hintergrund für diese Wachszieherei zusammengestellt.“ Zusätzlich hat Pichler die bald ausgedienten 100- und 75-Watt-Glühbirnen in Beton gegossen: „Das sind ja auch schon Relikte, wie Kerzen.“ Mit 580 Kerzen wurde das Bett im Museum von Pichlers Frau Anita bestückt: „Kerzen bedeuten Wärme für kalte Tage. Und dieses Bett ist schon sehr alt. Das hat sicher viele heiße Stunden erlebt“, schmunzelt Pichler. Kurator Mag. Igor Pucker zeigt sich von Pichlers Arbeit begeistert: „Er hat es perfekt gelöst, großartig“, und spricht hier auch dem Förderungsverein ein Kompliment aus: „Nicht jeder hätte dem zugestimmt.“ Pucker nennt die Verbindung von Natur, Kultur und Geschichte als Motto des Museums, das er „Raum-Zeit-Kontinuum“ nennt. Den Unterschied zu anderen Museen sieht Pucker in der „ganz hochwertigen klassischen Präsentation, jede Vitrine wurde handgebaut, es war auch das gute Gefühl des Architekten“ in Kombination mit der „Mischung aus medialem und multimedialem Angebot“. Dieses wurde auf alle Kernbereiche des Museums angewandt: Geschichte, Natur, Kultur und Kunst. Und, wie steht auch im Museum dem Besucher zu Füßen geschrieben: „Warat jo nindascht a Sein ohni Liab und umatum zan dafrias’n, braucht ma jo nit gor a sou a G’schalda moch n darweg’n.“ So sei es. Margot Gupper für die Wolfsberger Zeitung 2009 |
1. Wie sehen Sie als Kulturstadtrat das Museum im Lavanthaus? Natürlich ist es ein tolles, kleines, kompaktes Museum geworden, letztlich ein Aushängeschild für Wolfsberg. Ich bin stolz, dass wir so ein Museum haben.2. … und als Privatperson, als Museumsbesucher? Da kann ich eintauchen in die Vielfalt unserer Lebensregion, unserer Nahwelt. Man ist als Besucher auf Entdeckungsreise. Die digitale Aufbereitung macht das Museum zu mehr als einer reinen Sammlung. Am meisten assoziiere ich mit dem Museum die Kombination von wertvollen Sammelstücken mit moderner Technik. Da begegnet man der Vergangenheit, der Gegenwart, der Zukunft, ja, letztlich auch sich selbst. 3. Wie reagiert die Bevölkerung auf das neue kulturelle Angebot? Die interessierte Bevölkerung, so habe ich den Eindruck, zeigt großes Wohlwollen und es gibt positivste Rückmeldungen. Dieser Kreis der Interessierten ist nicht allzu groß, es ist die Pyramidenspitze, die sehr angetan ist. Unsere Zielgruppe besteht aber aus allen Lavanttalern, natürlich auch aus den Schülern. Das ist auch unser Vorhaben für das nächste Jahr. Es gibt viel pädagogischen Inhalt und Anspruch im Museum. |