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Seetaler Alpen im Lavanttal

 
Die Seetaler Alpen sind ein Gebirgszug der Lavanttaler oder Norischen Alpen in Österreich, südlich der Mur zwischen Scheifling und Zeltweg. Höchster Gipfel ist der Zirbitzkogel (2.396 m).

Topografie
Die Seetaler Alpen sind im Norden begrenzt durch das Murtal, im Osten durch den Obdacher Sattel, im Süden durch das Klippitztörl mehr und im Westen durch den Neumarkter Sattel. Der Großteil liegt in der Steiermark, nur zum Klippitztörl hin, wird das Bundesland Kärnten erreicht. Die wichtigsten Gipfel sind (von Norden nach Süden):

Wenzelalpe (2.151 m)
Zirbitzkogel (2.396 m)
Am Klippitztörl und bei der Sabathyhütte befindet sich auch ein kleines Skigebiet.

Der Hochgebirgszug besteht aus einigen schroffen Felsformationen, die weit über die Baumgrenze hinausragen.

Das Gebiet wird durchquert vom österreichischen Weitwanderweg 08, dem "Eisenwurzenweg". Dieser erreicht am Zirbitzkogel seinen höchsten Punkt.

Tourismus
Das Gebirge ist ein beliebtes Ziel für Bergsteiger und Wanderer. Außerdem kann das Gebirge mit einigen kleinen Skigebieten am Klippitztörl und nördlich davon aufwarten.

Am Nordabhang, von Judenburg aus erreichbar, befindet sich der Hochgebirgs-Truppenübungsplatz "Schmelz" des Österreichischen Bundesheers.

Hütten

Winterleitnhütte (1.782 m) nordöstlich des Zirbitzkogels, mitten im Gebiet des Truppenübungsplatzes gelegen.
Sabathyhütte (1.620 m), am Ostfuß des Zirbitzkogels
Zirbitzkogelhaus (2. 376m), direkt am Gipfel des Zirbitzkogels
Waldheimhütte (1.614 m), auf halber Höhe zwischen Obdach und dem Zirbitzkogel
Klippitztörlhütte (1.644 m), am Klipitztörl in der Nähe des Skibebietes
Tonnerhütte (1.600m), auf halber Höhe zwischen Mühlen(Ort) und Zirbitzkogel 
Die Seetaler Alpen
Gipfelregion mit Zirbitzkogelhaus Foto: Rosa Maria Klein
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Zirbitzkogel

Der Zirbitzkogel ist mit 2396 Metern die höchste Erhebung der Seetaler Alpen. Er liegt südlich des oberen Murtales nahe der Grenze zu Kärnten. An seinem Südabhang entspringt die Lavant, ein linker Nebenfluss der Drau.

AlpenroseSein Name leitet sich nicht, wie vielfach angenommen wird, von den im Gebiet stellenweise bestandsbildenden Zirben ab, sondern vom slowenischen zirbiza, das mit Rote Alm übersetzt werden kann und auf die häufig vorkommende Rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) hinweist. In der Gegend wird dieses Rhododendrongewächs Almrausch genannt, möglicherweise ein Hinweis auf die Giftigkeit der Pflanze. Aufgebaut ist der Zirbitzkogel aus kristallinem Gestein - Schiefer, Gneise und Granite herrschen vor. Trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe, weist er ausgeprägten Hochgebirgscharakter auf. Sein Relief wurde von eiszeitlichen Gletschern sowie späteren Hangbewegungen geformt. Im sehr quellenreichen Gebiet liegen einige Karseen, wie zum Beispiel die beiden Winterleitenseen.
Bis in die subalpine Zone reichen geschlossene Fichtenwälder, die von aufgelockerten Fichten-, Lärchen- und Zirbenbeständen abgelöst werden (Arven-Lärchenwald). Im Gipfelbereich überwiegt ein weitflächiger, von fast ebenen Plateaus, durchsetzter Krummseggenrasen. Hier findet der Mornellregenpfeifer, der in einigen Brutpaaren alljährlich vorkommt, sein Bruthabitat. Auf windexponierteren Stellen überwiegen Gämsheide und verschiedene Flechten.
Bei Schmetterlingskundlern ist das Gebiet, für einige sehr seltene Arten, darunter den Endemiten Elophos zirbitzensis, bekannt.

Der touristisch gut erschlossene Zirbitzkogel ist ein sehr beliebtes Wander- und Tourengehergebiet. Auf seinem Gipfel befindet sich das Zirbitzkogelhaus, weitere Hütten liegen entlang der Aufstiegsrouten. Ausgangspunkte einer Besteigung des Zirbitzkogels sind St. Anna beziehungsweise St. Wolfgang bei Obdach auf der Nordroute, sowie Neumarkt auf der Südroute.

Das Zirbitzkogelgebiet wurde in die Liste der Natura 2000 Regionen aufgenommen und ist seit Mai 2006 als Europaschutzgebiet ausgewiesen.


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