| Der Most im Lavanttal |
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Der Most im LavanttalDurch die Jahrhunderte hindurch sind in den Urkunden des bambergischen Wolfsberger Archivs „Baumgärtl“ bei den Weingärten in Wolfsberg und Umgebung erwähnt. Am 24. Oktober 1547 wurde bei der Inventur-Aufnahme im Pfarrhof zu Wolfsberg unter anderem auch „ein Startin Most“ gefunden. Am 26. Mai 1579 wurde die neue „Mittelsteuer“ veröffentlicht – durch den Stadtrichter Hans Quentschnig von St. Andrä und Ratsbürger Perger -, wo der Most allerdings noch keine Erwähnung findet. Stattdessen Wein, Met und Bier (auch Steinbier aus St. Andrä), Branntwein, Tuch, Loden, Leinwand und Seidenwaren. Von Pressmost ist aber schon im Ratsprotokoll von 26. Februar 1580 die Rede – denn wer Pressmost ausgibt, hat jährlich zwei Gulden Stadtsteuer zu berappen. Die landwirtschaftliche Besteuerung des Obstbaues wird damals noch nicht bedeutend gewesen sein.
Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts, 1797, wurden größere Obstplantagen von Johann Söllner in Wiesenau und Freiherrn von Herbert in Wolfsberg angelegt, die jeweils mehrere tausend Obstbäume pflanzen ließen. Weiters zählten die Besitzer des Gutes Bayerhofen, die Prälaten von St. Paul, P. Ferdinand Steinringer und P. August Duda, zu den Obstbau-Pionieren im Lavanttal. Zwischen 1918 und 1938 wurde im Lavanttal eine Wirtschaftsobsternte zwischen 400 und 500 Waggon erzielt, der Großteil wurde für die Mosterzeugung am jeweils eigenen Hof genutzt. Lavanttaler Obst wurde aber auch nach Süddeutschland, Salzburg und Oberösterreich in andere Verwertungsbetriebe gebracht. Die erste Obstbaumzählung von 1939 brachte die Bilanz von 250.000 Apfelbäumen, 200.000 Mostbirnbäumen und 150.000 Bäume anderer Sorten. Text : |

Die Blaiken bei St. Andrä war ein erstes Zentrum der Mostwirte, das außerhalb der Stadtmauern lag.