Biographie:
Sechs Männer und zwar Roman Gerdl, Ernst Gruber, Josef Sivetz, Johann Moll, Johann Staudacher und Johann Zapp gründeten im Jahre 1924 unter dem Namen "Arbeiter Musikverein" eine Musikkapelle, deren erster Kapellmeister Josef Mühl gewesen ist. Für die heutige Zeit unverständlich, beleuchtet aber die schwierige wirtschaftliche Situation von damals, so streckte das Werk Frantschach das Geld für den Ankauf der Instrumente nur vor, übernahm also die Kosten nicht selbst. Dies erklärt auch, dass die Musikkapelle im Laufe der Zeit mehrmals den Namen wechselte, eine Zeitlang nannte sie sich "Feuerwehrkapelle" und einen Zeitabschnitt gab es (nach 1938), wo sie als "Kreiskapelle" auftreten musste.
Seit dem Jahre 1935, als das Werk Frantschach den Klangkörper unter seine Patronanz nahm, wurde der Kapelle der heutige Name "WerkskapelleFrantschach" gegeben. Die Zeittafel der Kapellmeister zeigt, dass in den ersten Jahren relativ häufig der Kapellmeister gewechselt wurde. Auf Josef Mühl folgte schon ein Jahr später Friedl Gmeiner (2.Kapellmeister) aus Bad St. Leonhard, in dessen Wirken die formelle Vereinsgründung fiel durch den mit dem Datum vom 8. März 1926 von der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg ausgestellten Gewerbeschein. So wie die Namen wechselten, wurden die Musiker auch wiederholt neu eingekleidet. Die älteren Frantschacher erinnern sich noch an die im Jahre 1950 eingeführten marineblauen Uniformröcke mit schwarzen Hosen.
Als nach Direktor Dr. Karl Pogantsch , der ab 1947 die Obmannstelle innehatte, 1957 Generaldirektor F.W. Hartmann selbst die Schirmherrschaft über die Werkskapelle übernahm, gab dies kräftige Impulse für die weitere Entwicklung der Werkskapelle Frantschach. 1959 stellte sich die Werkskapelle schließlich mit neuen, inzwischen auf das schmucke Braun der Kärntner Anzüge mit dem Frantschacher Firmenzeichen in Grün am Ärmel, umgestellten Uniformen der Öffentlichkeit vor. Durch die generelle Anschaffung von neuen Musikinstrumenten konnte folglich das musikalische Niveau der Kapelle nachdrücklich beeinflusst, sprich gehoben werden.
Blättert man in der Chronik der Kapelle über die Leistungen der letzten Jahrzehnte, so lässt sich zusammenfassen feststellen, dass die Kapelle zu allen Zeiten, speziell aber in den letzten drei, vier Jahrzehnten, zu vielfältigen Ereignissen und Veranstaltungen eingesetzt wurde. Angefangen von freudigen Ereignissen wie der Mitwirkung bei Werksveranstaltungen, Werksfesten, Maifeiern, Gedenkfeiern, Faschingsumzügen, ist die Kapelle auch zu ungezählten Malen bei kirchlichen Anlässen oder bei Begräbnissen eingesetzt worden. Sie hat so manches Geburtstagsständchen dargebracht und ihre Kräfte in edlem Wettstreit mit anderen Blasmusikkapellen gemessen und dabei viele beachtliche Erfolge erringen können. Fast jedes Jahr hat sich die Kapelle auch zu großen Konzertveranstaltungen zur Verfügung gestellt, deren Erträge sehr oft wohltätigen Zwecken wie dem Roten Kreuz oder den österreichischen Kinderdörfern wie auch Notleidenden zugeflossen sind. Sie hat darüber hinaus so manches Mal mitgewirkt, wenn größere Ereignisse in der näheren Umgebung stattgefunden haben und hat dabei so manchem österreichischem Bundespräsidenten einen musikalischen Willkommensgruß entboten.
Unter Langzeitkapellmeister Josef Sulzbacher (8. Kapellmeister; 1951 - 1976), wie auch Adolf Meidl (9. Kapellmeister; 1976 - 1989) entwickelte sich der Klangkörper musikalisch stetig aufwärts bis hin zur "Oberstufenkapelle". Bei Wertungsspielen konnte immer wieder ausgezeichnet gepunktet werden und bei öffentlichen Auftritten präsentierte man stolz die Mächtigkeit des Klangkörpers. Das Vereinslokal drohte aus allen Nähten zu platzen, wenn zwischen fünfzig und sechzig Musiker die Proben besuchten. 1968 wurde Direktor Dr. Ludwig Ragoßnig zum Ehrenobmann der Werkskapelle Frantschach gewählt. Unter seiner Obhut erfolgte im Rahmen des 50-jährigen Bestandsjubiläums der Werkskapelle die abermalige Neueinkleidung mit Uniformen in den traditionellen Werksfarben Grün.
Mit dem Ausscheiden von Kapellmeister Adolf Meidl (1989) musste sich plötzlich nicht nur der Vorstand (unter Obmann Valentin Krenn) völlig neu orientieren, sondern auch ein Kapellmeister gefunden werden, der Kontinuität versprach. Mit Ing. Ewald Baumgartner (10. Kapellmeister) fand sich schließlich die geeignete Person. Als neuer Kapellmeister versuchte er sich in gehobener klassischer aber auch zunehmend moderner Literatur. Es gelang ihm wunderbar sein Verständnis von Musikalität auf die Werksmusiker zu übertragen. So war es in den frühen 90-iger Jahren sicherlich sein Verdienst, dass die Werkskapelle trotz mancher interner Schwierigkeiten nicht wirklich eine Talsenke erreichte, sondern sich "zusammenraufte" und man erkannte, dass zur Erlangung musikalischer Ziele weniger Eigensinn als Gemeinschaftssinn notwenig war.
Seit diesem Zeitpunkt geht es mit der Werkskapelle kontinuierlich bergauf. Mit dem folgenden Obmann Arthur Radl und dem zwischenzeitlichen Bezirkskapellmeister Sebald Duller wurde der erfolgreiche Weg der Werkskapelle über die Jahrtausendwende eingeschlagen.
Ab dem Jahr 2001 obliegt die Leitung der Werkskapelle Frantschach dem geschäftsführenden Bezirksobmann Ing. Michael Ipsmiller und für die musikalische Führung zeichnet Bezirkskapellmeister Daniel Weinberger verantwortlich.
Beide haben sich voll und ganz der Blasmusik verschrieben. In Zusammenarbeit mit einem jungen, dynamischen Vorstand haben sich mittlerweile die erhofften musikalischen Erfolge eingestellt. Davon zeugen die hervorragenden Ergebnisse bei diversen Wertungsspielen, die über die regionalen Grenzen hinaus respektiert werden.
Der sich abzeichnende Generationenwechsel innerhalb der Werkskapelle aber vor allem die Entsprechung des Wunsches nach genereller struktureller Veränderung am Sektor der Lavanttaler Blasmusik führte zu personellen Veränderungen in der Führung der Werkskapelle Frantschach.
Mit dem Rücktritt des Obmannes Arthur Radl und der Neubesetzung des Obmannes durch Michael Ipsmiller war die Frage nach einem Kapellmeister der "Jungen Garde" eine äußerst Brisante. Mit Daniel Weinberger , einem trotz seiner Jugend mittlerweile über die Grenzen Kärntens hinaus fachlich anerkannten und hervorragend ausgebildeten Musikers, konnte ihn die Werkskapelle für die verantwortungsvolle Tätigkeit des Kapellmeister der Werkskapelle Frantschach gewinnen.
Seine Vorbildwirkung (vor allem auf die Jungmusiker) und mustergültige Einstellung zur Blasmusik im Allgemeinen sind die Basis für seine bislang äußerst erfolgreiche Tätigkeit als Kapellmeister der Werksmusik Frantschach. Als Bezirkskapellmeister verwirklicht er seine Vorstellung von zeitgemäßer Blasmusik mit dem BAL (Bezirksauswahlorchester Lavanttal).
Einige Highlights im Aufriss: Jubiläumskonzert 2004 Internationales Musikertreffen in Steti (Tschechien) 2004 Weihnachtskonzert 2004 und 2005 Frühjahrskonzert 2005 und 2006 CD-Aufnahme und Präsentation 2004 Blasmusikertreffen in Lavamünd bzw. St. Margarethen Bezirkswertungsspiel in St. Paul/Lav. und Frantschach Landeswertungsspiel in Feistritz/Drau 2005 Gastkonzert im Rahmen von Mid-Europe in Schladming 2005 Internationales BM-Treffen in Wolfsberg mit Gastkonzert im KUSS Gastkonzert in Tobelbad (Stmk) und Schrattenberg (NÖ) Umrahmung von Eröffnungsfeiern in Korneuburg (NÖ) Musikerball
Geplante Aktivitäten 2006:Benefizkonzert zu Gunsten pro mente jugend 2. CD Produktion
CDs: Best of Werkskapelle Frantschach ASIN Nr: A44971 Bestellung unter www.werkskapelle-frantschach.at
Mitglieder:Kapellmeister - Daniel Weinberger Obmann - Michael Ipsmiller Querflöte - Jehart Lisa, Lever Julia, Reinisch Katrin, Tatschl Johanna, Weinberger Katrin Oboe - Baumgartner Maria, Baumgartner Katrin Klarinette - Baumgartner Ewald, Baumgartner Gerald, Baumgartner Stefan, Joham Vera, Kienzl Martin. Klautzer Birgit, Krenn Barbara, Loike Mathias, Münzer Eva, Poms Tanja, Radl Arthur, Sivec Gerald Saxophon - Baumgartner Tanja, Radl Bianca, Schatz Dietmar, Schauer Markus, Stückler Martina, Zaminer Johann Flügelhorn - Baumgartner Kurt, Fritzl Albert Tenorhorn - Unterkircher Gerald, Weinberger Rupert Bariton - Haine Josef, Ipsmiller Michael Horn - Goriupp Günther, Gradenegger Daniel, Koinig Gernot, Kügele Christian, Sturm Johann Trompete - Edler Gerald, Gutschier Christian, Loike Stephanie, Rappitsch Michael, Tatschl Elisabeth, Vallant Heidemarie, Weinberger Christoph Posaune - Duller Sebald, Treffalt Fritz, Wolf Paul Tuba - Gritzner Rudolf, Guggi Erich, Hinteregger Johann, Marin Herfried, Sivec Fritz Schlagwerk - Dohr Wilhelm, Klautzer Christian, Radl Thomas Schlagzeug - Lichtenegger Georg
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