| Frater Michael Bauer - Die Seele läuft mit |
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Frater Michael Bauer. „Die Seele läuft mit“Die Stoppuhr daheim lassenMichael Bauer, Benediktinerfrater im Stift St. Paul, hat seine Leidenschaft für die Spiritualiät und das Laufen zu Papier gebracht. Das Ergebnis ist ein „Trimm-dich-Pfad“ für Körper, Seele und Geist.
Die Thematik dreht sich rund um das ufen und die Spiritualität. „Ich bin leidenschaftlicher Läufer, und man kann eine Laufstrecke als Lebensstrecke sehen. Es führt weg vom Leistungswahn. Man muss beim Laufen und bei der Bewegung voll präsent sein, vieles ist heute so hektisch“, sagt Frater Michael. „Für viele ist es schwer, von 100 einmal auf Null zu kommen, im Laufen innehalten. Es ist Sinnbild des Lebens. Man muss auch mit sich allein sein können, die Stoppuhr daheim lassen und nach der inneren Uhr laufen.“ Denn „die Seele läuft mit“, wie der Titel schon sagt. „Die Spiritualität beim Laufen, das meditative Laufen ist eigentlich nichts Neues“, sagt Bauer, der sich eingehend mit tibetanischen und indischen Traditionen beschäftigt, Bekanntschaft mit einem Berater des Dalai Lama pflegt und in einigen Seminaren, die er im Stift St. Paul veranstaltet hat, schon manch berühmten Österreicher auf seiner Sinnsuche geholfen hat. Stichwort berühmt: Auch Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer zählt – so schrieb er Frater Michael in einem Brief – zu den Lesern seines Buches. Zum „Glauben“ fand Bauer schließlich durch sein Interesse für das Mönchstum. „Ich hatte immer Kontakt zum Stift St. Paul, habe früher Kampfkunst praktiziert. Mir gefällt die Idee de Mönchstums dahinter. Es ist eine alternative Lebensform. Dazu muss man nicht Pfarrer sein.“ Seine Interessen sieht Bauer durchaus auch in anderen und vor allem östlichen Religionen, in Literatur und Medien, in Kabarett. Und in der ganzheitlichen Sicht auf den Menschen. „Man muss hingehen, auf die Leute zugehen und nicht warten, bis jemand anklopft. Man lernt dabei so viel und schmeißt die ganzen Vorurteile weg, die man einfach hat.“ Als er seine Seminare schließlich aus Platzmangel aufgrund der vielen Teilnehmer nicht mehr anbieten konnte, entstand die Idee zu einem Buch. „Wenn eine Tür zufällt, tut sich wo anders wieder eine auf. Meiner Familie und im Kloster habe ich erst am Schluss etwas vom Buch erzählt. Über ungelegte Eier soll man nicht zu viel gackern.“ Text und Bilder: |
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