Beim Besuch einer Sonderschule kann die ganze Dauer der Schulpflicht von neun Jahren erfolgen. Nach der Schulpflicht können noch ein freiwilliges zehntes und elftes Schuljahr angehängt werden. Dieser Schultyp dient zur Integration und Förderung von Kindern mit besonderem sonderpädagogischem Förderungsbedarf, sei es aufgrund psychischer oder physischer Behinderung. Die Lehrpläne werden nach dem defiziten des Kindes zugeschnitten. Die Klassengrößen ist meist sehr gering ums die persönliche Unterstützung zu gewähren.
Die Lehrkräfte stellen bei der Einschulung den besonderen Bedarf an Förderung fest. Danach erfolgt eine entsprechende pädagogische oder psychologische und medizinische Beurteilung des Schülers. Die endgültige Entscheidung über den Besuch einer Sonderschule liegt bei den Erziehungsberechtigten.
Förderschule ASO Wolfsberg - Lavantinum Spezialschule mit besonderem AngebotHans Scheiberstraße 4 9400 Wolfsberg Tel. 04352/30464/450 o. 0664/1011012 www.aso-wolfsberg.ksn.at Sonderpädagogisches Zentrum SPZ Wolfsberg
Rückblick und Entwicklung: 1952 Eröffnung der 1. Sonderschulklasse 1969 Gründung der Allgemeinen Sonderschule 1983 Teilung der Sonderschule in 2 Schulen: SFS und ASO 1993 Integrative Beschulung von Kindern mit Sonderpädagogischem Förderbedarf wird möglich 1998 Schließung der SFS und Integration der schwerst behinderten SchülerInnen in die ASODie ASO ist als einzige von vier Sonderschulen im Bezirk erhalten geblieben. Die nächste Schule mit einem ähnlichen Spezialangebot befindet sich in Klagenfurt. Umso wichtiger, dass es für ein so großes Einzugsgebiet eine attraktive Alternative zur integrativen Beschulung von beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen gibt: daheim sein, daheim bleiben und vor Ort beste Ausbildung und Therapie erhalten. Eltern von Schülern mit Sonderpädagogischem Förderbedarf können frei wählen: Integration in Volks- und Hauptschulen oder eine Spezialbeschulung. Das ist oft keine leichte Entscheidung. Genau deshalb wollen wir die Eltern und die Öffentlichkeit über unsere Angebote informieren: Schuljahr 2010/11 4 Klassen mit Spezialisierung auf SchülerInnen mit Schwerstbehinderungen und 2 Klassen für Schüler mit Lernbeeinträchtigungen, wobei einerseits die Auseinandersetzung mit verhaltensproblematischen Schülern einen wichtigen Schwerpunkt einnimmt und andererseits Schüler im Berufsvorbereitungsjahr individuell auf das Berufsleben vorbereitet werden. 5 ständige Betreuerinnen unterstützen die Unterrichtsarbeit in pflegerisch - helfenden Tätigkeiten.Fixe, dauerhafte Angebote:- Ausschließlich erfahrene und fachgeprüfte Lehrer/innen in einem modernen Unterricht
- Bestens geschultes Betreuungspersonal
- Intensiver Elternkontakt
- Unterricht, der punktgenau auf die Bedürfnisse der einzelnen Schüler/innen abgestimmt ist
Spezielle Angebote insbesondere in der Wahrnehmungsförderung im Unterricht der schwer beeinträchtigten Kinder- solide Ausbildung der Schüler mit Lernbeeinträchtigung im kognitiven und praktischen Bereich
- Berufspraktische Wochen zur Überleitung in nachschulische Betreuungseinrichtungen bzw. ins Berufsleben
- Berufsvorbereitungsjahr für Schüler des 9. und 10. Schuljahres
- Intensive und sehr gute Kontakte zu Institutionen, Behörden und Firmen
- Enge Zusammenarbeit mit nachschulischen Einrichtungen
- Soziales Lernen, gesellschaftliche und berufliche Integrationsbestrebungen wie z.B. regelmäßige Lehrausgänge in die Stadt, aber auch mehrtägige Veranstaltungen wie die Teilnahme an „Siamo fratelli“
- Training zur Selbständigkeit und für das selbst bestimmte Tun im höchstmöglichen Maß
- Betreute Schülertransporte für alle Schüler, die nicht in der Lage sind, mit dem öffentlichen Bus zu fahren
- Zusätzliche Stunden für hör- oder sehbeeinträchtigte Kinder
- Ergotherapie mit Wolfgang Sprachmann
- Physiotherapie mit Birgit Rutter von der AVS Kärnten
- Autistentraining mit Wolfgang Stelzl
- Tägliches Mittagessen von Pro Mente Works und natürlich kochen wir selber auch!
- Sonderhort im Haus in enger Kooperation mit unserer Schule, betreut von Behindertenpädagogin Miriam Plösch und der Sonderschullehrerin Heide Quendler
- Bus Orange: Im Jahr 2007 hat Christina Petek im Zuge einer Bausteinaktion und Benefizgala gemeinsam mit Licht ins Dunkel und einigen Wolfsberger Schulen und Vereinen einen perfekt ausgestatteten barrierefreien Kleinbus erarbeitet, der zwar beim Sozialhilfeverband Wolfsberg eingeparkt ist, aber vorrangig unseren Kindern zur Verfügung steht. Damit sind wir unabhängig und mobil.
zusätzliche Angebote, welche projektorientiert alljährlich angeboten werden: Heilpädagisches Voltigieren am Reiterhof Gratzi bei Gerda Maischberger seit 6 Jahren- „Yes we can dance“ mit Jochen Bistricky und Claudia Petschenig von der Tanzschule Wolfsberg seit 2 Jahren
- zusätzliche Sporteinheiten „Bewegte Kids“ mit Kurt Pobaschnig
- Projektwochen, Landschulwochen z.B. alljährlich in Bibione/Italien seit mehr als 15 Jahren
- Wienwochen (auch mit Rollstühlen)
- Schulpartnerschaften z.B. Mit der LFS Buchhof, mit der HLW oder der VS1 seit vielen Jahren
- Workshops: z.B. Keramik mit Petra Griengl und Isabella Moitzi – seit 4 Jahren; Schlagzeugworkshop mit Martin Pfeiffer
- Teilnahme an Kunstausstellungen, Vernissagen
- Adventkränze und Palmbusch‘n nach altem Brauch mit Elisabeth Flaggl
- Schwimmprojekt mit Evelin Babic: Alle Kinder lernen schwimmen oder werden zumindest vertraut gemacht mit dem kühlen Nass
- „Erlebnisnacht“ in der Schule seit Jahren. Kinder sollen sich an fremde Umgebung gewöhnen. Ein gewisser Abnabelungsprozess von zu Hause soll angebahnt werden.
Ausblicke und Visionen:Aus diesen vielen Angeboten heraus und dem politischen und gesellschaftlichen Zeitgeist folgend, überlegen die Eltern und Lehrer schon lange eine Organisationsform, in der die bereits vorhandenen Angebote und so wichtigen Förderungen für die Kinder zeitlich besser untergebracht werden können. Besonders Kinder mit Beeinträchtigungen unterliegen einer besonders sensiblen Leistungskurve, brauchen neben Unterricht auch sehr viele Therapien, lebenspraktisches Training und fachlich angeleitete Freizeitangebote. Ebenso ist eine Entlastung der Eltern immer wieder Thema.Ganztagsschule: Im Rahmen ganztägiger Schulformen sind folgende Ziele anzustreben: - Lernmotivation und Lernunterstützung
- Soziales Lernen (Intensivierung von Kontakten zwischen SchülerInnen unterschiedlicher Gesellschaftschichten, Kulturen und Religionen
- Kreativität
- Anregung zur sinnvollen Freizeitgestaltung (Förderung von Haltungen und Fertigkeiten, die über die Schulzeit hinaus von Bedeutung sind)
- Rekreation (Berücksichtigung der Bedürfnisse nach Bewegung, Rückzug und Erholung)
- Berücksichtigung der biologischen Leistungskurve
Neben des getrennten Ablaufes (vormittags Unterricht, nachmittags Freizeit/Betreuung) gibt es auch die verschränkte Form, in der Unterrichtsstunden mit Betreuungs- und Freizeiteinheiten über den Tag von 7.45 Uhr bis 16 Uhr von Montag bis Freitag mehrmals abwechseln. Insgesamt ist dabei ein Zeitrahmen von 45 Stunden pro Woche vorgesehen, wobei der lehrplanmäßige Unterricht durch die LehrerInnen beibehalten wird Umbenennung in „Lavantinum“ „Was drauf steht, soll auch drin sein! “Der Name „ASO“ ist für die moderne Sprache und auch für den öffentlichen Auftritt gesellschaftlich nicht mehr gefällig. Er stigmatisiert und ist von den vielen Jahren der Schulentwicklung schlichtweg verbraucht, nachdem unsere Schule viel mehr anbietet wie eine „Allgemein Sonderschule“. Die Schule an und für sich, und die ASO als eine Spezialschule ganz besonders, erfuhr in den letzten Jahren riesengroße Veränderungen: Nicht „Sonderschüler“ sondern „Schüler/innen mit SPF“, nicht „Behinderung“ sondern „Beeinträchtigung“ und viele neue Namen mit tollen Inhalten wie etwa „Individuelle Förderpläne“, „Schulmanagement“, „Leitbild“ usw. gaben der Schule immer mehr Professionalität und auch Autonomie. Auf Grund des Schülerklientels kristallisierten sich im sonderpädagogischen Bereich unterschiedliche Schwerpunkte heraus, die insbesondere die ASO Wolfsberg zu einer Angebotsschule der besonderen Art machten. Schüler/Innen mit SPF haben seit 1993 die Möglichkeit integrativen Unterricht an Volks- und Hauptschulen zu erhalten. Den Eltern ist es dabei oft sehr wichtig, zu sagen: mein Kind geht in die Hauptschule oder in die Volksschule, weil sie durch den Namen „Sonderschule“ zu oft eine gesellschaftliche Ausgrenzung erfahren, obwohl sie sich möglicherweise in einer Spezialschule die besseren Entwicklungschancen für ihr Kind erwarten. Neubau oder Renovierung der Schuleinmitten eines Schulzentrums „Schule unter einem Dach“ mit Barrierefreiheit und Behindertengerechtheit: darauf freuen wir uns ganz besonders. Sie wird viele Erleichterungen in der Pflege mit sich bringen. |