Lavant Fluss im Lavanttal & Wolfsberg

Fakten und Informationen zur Lavant die durch das Lavanttal fließt.

Die Lavant in Wolfsberg am Trattl Park.

Die Lavant (slowenisch: Labotnica) ist ein linker Nebenfluss der Drau in Kärnten. Der Ursprung des Namens reicht bis in die vorkeltische Zeit zurück und bedeutet im Indogermanischen so viel wie weißglänzender Fluss. Die Lavant ist 72 km lang, ihr Einzugsgebiet umfasst eine Fläche von 969 km².

Der Ursprung des Flusses liegt unterhalb des steirischen Zirbitzkogels in den Seetaler Alpen auf ca. 2053 m Höhe (Lavantsee). Nach 11,2 km erreicht er Kärnten. Die Lavant durchfließt das Obere Lavanttal, den Twimberger Graben, das Untere Lavanttal und mündet nach einer kurzen weiteren Engstelle unterhalb Krottendorf in Lavamünd auf einer Seehöhe von 348 m in die Drau. Kurz vor der Mündung weist sie eine durchschnittliche Durchflussmenge von 12,5 m³/s auf.

Hydrologisch ist die Lavant geprägt durch ein nivo-pluviales Regime mit Abflussspitzen im Mai und Minima im Jänner. Die Gewässergüte beträgt für den Oberlauf bis ca. Frantschach-St. Gertraud Güteklasse I, danach Güteklasse II. Die bis in die 1980er Jahre starke Verunreinigung durch eine Zellstofffabrik und den Großraum Wolfsberg mit Güteklasse IV konnte durch die Inbetriebnahme der Kläranlage des Reinhalteverbandes Mittleres Lavanttal in Mettersdorf ab 1988 drastisch verbessert werden. Zwei weitere Kläranlagen bestehen in Bad St. Leonhard und in Lavamünd.

Der ökomorphologische Zustand der Lavant ist bedingt durch die Flussregulierung zwischen 1934 und 1986 relativ schlecht. Die Flussregulierung diente in erster Linie dem Hochwasserschutz, aber auch der Gewinnung von Ackerland. Im Oberlauf sowie auf den letzten Kilometern gilt die Lavant als natürlich bis naturnahe. Zwischen Twimberger Graben und St. Paul gilt sie als deutlich beeinträchtigt. Eine Ausnahme ist eine kurze Strecke bei Mettersdorf, die 1990 renaturiert wurde. Mit Stand 2005 sind Erhebungen im Gange, die zu einem zeitgemäßen Hochwasserschutz durch möglichst naturnahe Verbauung führen soll. Entlang der Lavant gibt es, einschließlich der sieben Kraftwerke, 15 Wehre. Bis 2015 müssen diese laut WRRL passierbar gemacht werden.

Aus der Lavant und ihren Seitengewässern sind 25 Fischarten bekannt. Dominant ist die Bachforelle, häufig sind Regenbogenforelle und Aitel. Für Kärnten seltene Arten sind Zingel, Streber, Steingreßling und Steinbeißer zu nennen.

Bedingt durch Flussbegradigung ist heute der Großteil der Lavant fischereilich der Forellenregion (mit Übergang zur Äschenregion im unteren Flusslauf) zuzuordnen. Nur der unterste Abschnitt bei Lavamünd gehört der Barbenregion an. Vor der Begradigung reichte die Äschenregion bis Wolfsberg, die Barbenregion bis St. Paul.

Daten:

  • Abfluss über Drau → Donau → Schwarzes Meer
  • Ursprung Lavantsee unterhalb des Zirbitzkogels in der Steiermark
  • Quellhöhe 2053 m ü. A.
  • Mündung bei Lavamünd in die Drau
  • Mündungshöhe 340 m ü. A
  • Höhenunterschied 1713 m
  • Länge 72 km
  • Einzugsgebiet 968,7 km²
  • Niederwasser (MQ): 5,41 m3/s
  • Mittelwasser (MQ): 12,3 m3/s
  • Mittleres jährliches Hochwasser: 99,4 m3/s
  • 30-jährliches Hochwasser (HQ30): 230 m3/s
  • 100-jährliches Hochwasser (HQ100): 300 m3/s
  • Höchstes gemessenes Hochwasser: 225 m3/s
  • Sohlbreite: 6 - 30 m
  • Gefälle: durchschnittlich 2,0 - 14,9 ‰

Fischerei

Gutsverwaltung Habsburg
Gerichtlich beeidigter Sachverständiger für Fischerei
Klagenfurterstr. 1
9400 Wolfsberg
Tel.: 04352 / 3936-11
www.fisch-habsburg.com

Buchlinks

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Lavant aus der freien Enzyklopädie Wikipedia

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