9470 St. Paul im Lavanttal

Informationen, Geschichte und Daten zur Gemeinde St.Paul im Lavanttal / Kärnten.

Gemeinde St.Paul im Lavanttal

St. Paul im Lavanttal

Wappen  St. Paul im Lav.Die Marktgemeinde erstreckt sich im Unteren Lavanttal vom Haberberg im Westen bis teilweise über die Lavant im Osten. Seit jeher spielte die Landwirtschaft und hier vor allem der Obstbau eine zentrale Rolle, doch profiliert sich St. Paul in den letzten Jahrzehnten mit der Benediktinerabtei als „Schatzhaus Kärntens“ verstärkt als Sommerfrische und Ausflugsziel. Im Jahre 1091 hat Graf Engelbert von Spanheim anstelle einer Burg Lavant bei einer schon bestehenden Paulskirche das Benediktinerkloster gestiftet und mit Mönchen aus dem Reformkloster Hirsau im Schwarzwald besiedeln lassen. Das durch Stiftungen geförderte Kloster entwickelte sich vor allem seit dem 17. Jahrhundert zum kulturellen Mittelpunkt des Unteren Lavanttales, fiel aber 1787 der Aufhebungswelle Kaiser Josephs II. zum Opfer und wurde 1809 von Mönchen aus dem aufgehobenen Kloster St. Blasien am Oberrhein neu besiedelt, die ihre einzigartigen Kunstschätze mitbrachten und im Markt ein Gymnasium samt Konvikt einrichteten.

Am Fuße des Klosters entwickelte sich aus einem Dörflein (villula) Brugga, das auf die Brücke über den Granitzbach Bezug nimmt, eine Gewerbe- und Händlersiedlung, die schon in den päpstlichen Bestätigungsurkunden seit 1184 als villa, quae forum dicitur (Markt genanntes Dorf) bezeichnet wird.

1255 verlieh Herzog Bernhard den Bewohnern dieselben Rechte, wie sie dem St. Paul gehörigen steirischen Markt St. Lorenzen (in der Untersteiermark, heute Slowenien) zustanden. Die örtlichen Ackerbürger errangen schrittweise die Selbstverwaltung mit einem Marktrichter und einem Marktburgfried (Niedergerichtsbezirk). Die 1850 neu konstituierte Marktgemeinde wurde im Nationalsozialismus 1941 in Spanheim umbenannt (1946 rückgängig gemacht). 1957 um die sogenannte „Teufelsinsel“ im Osten und um einen Teil der aufgelösten Ortsgemeinde Legerbuch vergrößert, ist St. Paul vor allem durch die Gemeindestruktur-Reform 1973 um große Teile der ehemaligen Gemeinde Granitztal sowie um Teile von Ettendorf und St. Georgen gewachsen, wenngleich sich St. Georgen 1991 wieder verselbständigen konnte.

21 Ortschaften in St. Paul

Deutsch-Grutschen, Gönitz, Granitztal-St. Paul, Granitztal-Weißenegg, Hundsdorf, Johannesberg, Kampach, Kollnitzgreuth, Legerbuch, Loschental, Schildberg, St. Margarethen, St. Martin, St. Paul im Lavanttal, Stadling, Unterhaus, Unterholz, Weinberg, Windisch-Grutschen, Winkling, Zellbach

Sehenswürdigkeiten & Freizeit in St. Paul

Daten Mitglieder
  • Fläche: 47,46 km²
  • Höhe: 412 m ü. A.
  • Einwohner: 3.385 (1. Jän. 2015)
  • Bevölkerungsdichte: 71 Einw. pro km²
  • Postleitzahl: 9470
  • Vorwahl: 0 43 57
  • Partnerstadt: St. Blasien im Schwarzwald
  • Bgm. Ing. Hermann Primus, SPÖ
  • 1. Vzbgm. Karin Lichtenegger, MA, SPÖ
  • 2. Vzbgm. Adolf Streit, ZAS
  • GV Stephan Lippitz, SPÖ
  • GV Mag. Elisabeth Laure-Pirker, ZAS
  • GV Marco Furian, FPÖ
  • Wahlergebnisse
Stadt Adresse Links

St. Paul

im Lavanttal
Platz St. Blasien 1
9470 St. Paul / Lav.
Tel.: 04357 / 2017

www.sanktpaul.at

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