| Kolomonimarkt Wolfsberg Kleinedling |
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Kolomonimarkt in Wolfsberg Kleinedling 2011Riskieren Sie im Oktober einen Blick auf den Kalender. Was dort steht, ist ein – zugegeben - kühner Wunsch: „Heiliger Koloman, schick mir einen braven Mann“, aber man kann ja nie wissen. Vielleicht wirkt’s. Doch was hat es mit dem Heiligen Koloman auf sich? – Bis er 1663 durch den Heiligen Leopold ersetzt wurde, war der irische Pilger Koloman gar Landespatron von Österreich. Und für Wolfsberg und das Lavanttal erhielt er knappe 40 Jahre später erneut große Bedeutung: Im Jahr 1705 war es, dass Bischof Georg den Wolfsberger Jahrmarkt vom Kunigundetag am 3. März in den Herbst, auf 13. Oktober – dem Tag des Heiligen Koloman – verlegen ließ. Noch viel früher wurden die Wolfsberger Jahrmärkte, von denen man etwa seit 1490 Zeugnisse vorweisen kann, direkt im Ortskern der Bezirkshauptstadt abgehalten, wovon heutzutage noch einige Straßen- und Platzbezeichnungen Zeugnis geben. So etwa der „Getreidemarkt“, der „Rindermarkt“, der „Alte Markt“ und der „Rossmarkt“. Erst im 19. Jahrhundert war es, dass der Stadtkern zu klein für das bunte Treiben wurde, sodass die Wolfsberger Jahrmärkte (Kolomonimarkt und Schönsonntagmarkt) auf die so genannte „Prielwiese“ im gleichnamigen Wolfsberger Stadtteil – alte Bildzeugnisse zeigen Hütten, in denen die Waren aufbewahrt wurden - verlegt wurden. Dort fand im Jahr 1939 der letzte Markt statt – und erst nach dem Zweiten Weltkrieg und der Räumung des britischen Internierungslagers im Lavanttal wurde ab 1948 diese alte Tradition wieder fortgesetzt, ausgebaut. Bis 1960 wurden bereits über 300 Fieranten gezählt, auch einen Vergnügungspark gab es damals schon. Der Markt wurde schließlich aus Platzgründen ein weiteres Mal umgesiedelt – auf das ehemalige Lakog-Gelände (heute schlicht Marktgelände genannt) in Kleinedling, wo man ihn auch heutzutage noch abhält und die Tradition bis heute erhalten hat. Seit 2003 ist auch die neu erbaute Eventhalle (im Winter Eishalle) in Betrieb und beherbergt einen Teil des Marktes. Zum Heiligen Koloman:Ursprünglich ein Ire, wurde Koloman, der im Jahr 1012 verstarb, in Österreich zum Märtyrer, wie geschichtliche Quellen belegen. Von den Einheimischen wurde er aufgrund seiner fremden Sprache und Kleidung für einen Spion gehalten und auf einem verdorrten Baum erhängt. Sein Leib jedoch blieb unverwest. Besonders im Bauerntum wurde er nach seinem Tod zum verehrten Volksheiligen. Der Gedenk- und Namenstag des Heiligen Koloman wird seit dem Jahr 1244 begangen. Auf seinen Bildnissen wird er als Pilger dargestellt, typisch mit Mantel, Stab, Hut und Flasche. Oftmals trägt er auch eine Schlinge in der Hand. Als Schutzpatron steht der Heilige Koloman, der in Stockerau den Tod gefunden haben soll, den Reisenden und den zum Tod durch Strang Verurteilten bei, ebenso ist er als Schutzpatron des Viehs bekannt. Koloman soll auch bei allerlei Krankheiten, so etwa Kopf- und Fußleiden und Pest, sowie bei Unwettergefahren, Feuerkatastrophen sowie gegen Ratten- und Mäuseplagen den Gläubigen beistehen. Text: Margot Gupper |
| Termin 2010 15-18. Oktober 2010 Programm 2010: Freitag, 15. Oktober 2010 Samstag, 16. Oktober 2010 Sonntag, 17. Oktober 2010 Montag, 18. Oktober 2010 KolomonimarktFotos, Bilder |
Weitere Veranstaltungen im Lavanttal:
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