Europaausstellung 2009

Europa – gedacht und gelebt seit Jahrhunderten!

KarteKunst als Visualisierung europäischer Identität. Zwei Orte – ein Gedanke! Die historischen Mauern der über 900jährigen Benediktinerabtei St. Paul spiegeln in Meisterwerken der Buch- und monastischen Lebenskultur die „Macht des Wortes“. „Die Macht des Bildes“ erlebt in Bleiburg in Form genialer Schöpfungen (Visionen des Göttlichen) der österreichischen Künstler des 20. Jahrhunderts europäische Dimension.

Eröffnung der Europaausstellung 2009 in St. Paul

Europaausstellung in St. Paul

Stift St. Paul - Macht des Wortes

Die über 900 Jahre alte Benediktinerabtei St. Paul ist Schauplatz einer Ausstellung, die sich auf die Spuren des europäischen Mönchtums begibt. Es ist erstaunlich, dass vieles, was wir mit dem Begriff Europa in Verbindung bringen, seine Wurzeln in den Klöstern haben. Phantastische Bücher schildern das Ringen um Wissen, aber auch die Macht, die damit verbunden gewesen ist. Erstmals öffnet das Kloster sein Archiv und holt daraus wertvollste Dokumente europäischer Geschichte hervor; verbotene Bücher, die ganze Mönchsgenerationen in Atem hielten, aber auch Werke, die die Geschichte entscheidend geprägt haben. Was unter dem Staub der Jahrhunderte verborgen gewesen ist, wird nun sichtbar und erzählt von Glanzzeiten vergangener Epochen. Schätze aus ganz Europa wurden in St. Paul zusammengetragen, um den Besucher in eine Zeit zu entführen, in der Europa erst in den Köpfen einiger genialer Geister verankert gewesen ist. Eine Idee nahm langsam Gestalt an – und entscheidend prägten die Benediktiner diese Entwicklung. Großartige Erfindungen und Entdeckungen bahnten den Weg in ein goldenes Zeitalter und schufen Reichtum und Einfluss. Aber auch der Sinn für das Schöne erfuhr eine völlig neue Belebung. Im Auftrag der Klöster entstanden großartige Baudenkmäler und beeindruckende Schöpfungen begnadeter Künstler. Neben zahlreichen Pretiosen der Buchkunst sind Gold- und Silber arbeiten von Weltrang zu sehen, daneben Gemälde bedeutender europäischer Meister und astronomische Geräte, die zu wichtigen Erkenntnissen des Weltbildes führten. Dem Neugierigen öffnet sich eine neue Welt, geheimnisvoll, mystisch, spannend. Wer lauscht und sich der Stille hingibt, die das alte Gemäuer von St. Paul durchweht, der beginnt, die Zusammenhänge zu entdecken und den Zeitbogen in die Gegenwart zu spannen. Die beeindruckende Kellerwelt mit Bibliothek, Skriptorium und Sala Terrena erschließt sich dem Staunenden, der Geschichte hautnah spüren kann. Die Gärten versprühen das einzigartige Flair vergangener Lebensfreude und klösterlicher Kontemplation. Die atemberaubende Welt der Kristalle wird im Kristalldom zu einer temperamentvollen Komposition, die den Sinnen die Sinne raubt.
Das Erlebnis Kloster wartet!
Europa wurzelt im Kloster
Die neue Ausstellung im Stift St. Paul und in Bleiburg mit dem klingenden Namen „Europaausttellung“ wartet mit Kostbarkeiten über die „Macht des Wortes“ (St. Paul) und die „Macht des Bildes“ (Bleiburg) auf. Tausende Besucher aus Nah und Fern werden in unserer Region erwartet.

Nach monatelangen, aufwändigen Umbau- und Gestaltungsarbeiten hat die lang erwartete „Europaausstellung 2009“ im Stift St. Paul ihre Pforten für Besucher aus Nah und Fern geöffnet. Das über 900 Jahre alte Benediktinerstift zeigt sich in diesem Rahmen in neuem Glanz, mit „Kristalldom“ und Barockgarten, und lässt eine Spurensuche nach dem Mönchstum Europas zu. Vieles, was man heute mit dem Begriff „Europa“ in Verbindung bringt, wurzelt in den Klöstern. Der Bücherschatz des Stift St. Paul ist noch bis 8. November (dem Ende der Ausstellung) zugänglich und birgt manch literarische Kostbarkeit, durch berühmte Leihgaben aus ganz Europa wird das Angebot ergänzt. Phantastische Stücke schildern das Ringen um Wissen und die damit verbundene Macht. Literarische Glanzpunkte in St. Paul sind das älteste Manuskript außerhalb des Vatikans aus dem 4. Jahrhundert nach Christus, Handschriften aus der Minnesängerliteratur sowie das älteste gedruckte Buch der Welt von Johannes Gutenberg. Die erste Darstellung Karls des Großen in einer Gesetzeshandschrift aus dem 9. Jahrhundert ist eines der großen Denkmäler der Rechtsgeschichte Europas. Die Merseburger Zaubersprüche und die Geschichte des Lachens von Aristoteles standen einst auf dem Index der verbotenen Bücher, hielten einst ganze Mönchsgenerationen in Atem und erschließen die Welt des Geheimnisvollen und Verborgenen. Auch das älteste Beispiel gälischer Sprache ist mit einem irischen Gedicht in der Europaausstellung in St. Paul zu sehen (und zu lesen, wenn man es kann). Der Staub der Jahrhunderte wird mit der Europaausstellung von manchen alten Schätzen gewischt, um den Bsucher in eine Zeit zu entführen, in der Europa erst in den Köpfen einiger genialer Geister verankert gewesen ist. Eine Idee nahm langsam Gestalt an – und entscheidend prägten die Benediktiner diese Entwicklung. Revolutionäre Erfindungen und Entdeckungen bahnten den Weg in ein „goldenes“ Zeitalter und schufen Reichtum und Einfluss. Aber auch der Sinn für das Schöne erfuhr eine völlig neue Belebung.

Neben zahlreichen Schätzen der Buchkunst sind im Rahmen der Europaausstellung auch bedeutende Werke der Gold- und Silberschmiede Europas zu sehen, im Auftrag der Klöster entstanden einst Gold- und Silberarbeiten von Weltrang. Meisterwerke namhafter europäischer Maler und Bildhauer sowie astronomische Geräte, die zu wichtigen Erkenntnissen des Weltbildes führten, runden das Angebot der Europaausstellung ab.

Europaausstellung in Bleiburg

Bleiburg - Macht des Bildes

In Bleiburg zeigt die Ausstellung Macht des Bildes die Fähigkeit der Bilder, in der Erscheinung Sinn und Bedeutung zu schaffen. Herausragende Kunstwerke unserer Zeit bieten eine anschauliche Ergänzung zu den in St. Paul behandelten historischen Zeiträumen. Im Werner Berg Museum erfährt der Betrachter, wie große österreichische Künstler des 20. Jahrhunderts Visionen von Transzendenz und Göttlichkeit in ihren Bildern zu zeigen vermochten. Der Bogen der über 50 ausgewählten Künstler reicht von Alfred Kubin, Egon Schiele und Oskar Kokoschka über Herbert Boeckl, Max Weiler und Arnulf Rainer bis zu Hermann Nitsch. Die Fülle der ausgewählten Werke ergibt gleichzeitig einen eindrucksvollen Überblick über die Geschichte der österreichischen Moderne. Wie haben die Künstler, jeder einzelne von ihnen, Göttlichkeit Madonna, erlebt? Dies wird zur zentralen Frage der Ausstellung. Besondere Berücksichtigung erfährt dabei das im Museum sonst beheimatete Werk Werner Bergs. Erstmals zeigt der neue Skulpturengarten Meisterwerke zeitgenössischer Bildhauerkunst. Weitere Attraktionen des Bleiburger Teiles der Europaausstellung werden der Europaplatz rund um die gotische Stadt Pfarrkirche und der Garten der fünf Weltreligionen sein. Die Europafeste laden Musiker (von Portugal bis Estland) zum stimmungsvollen Erleben zeitgemäßer Weiterentwicklungen lokaler Musik-Traditionen ein. Beim Tanzfestival, wobei ein eigens für diesen Zweck geschaffenes Werk von Johann Kresnik und Karlheinz Miklin zur Uraufführung kommt, wird Bleiburg zum Zentrum aktuellster performativer Kunst.

Weitere Veranstaltungen im Lavanttal:

Europaausstellung 2009 St. Paul und Bleiburg im Lavanttal auf lovntol.at